Christen und Israel - unser Auftrag im 21. Jahrhundert
Unser Christlicher Glaube hat jüdische Wurzeln. Wir als Christen sind dankbare Empfänger der Verheißungen, die Gott Abraham gegeben hat (Gal. 3, 9). Zusammen mit den jüdischen Gläubigen an Jesus Christus sind wir gemeinsam Gottes Kinder – wir sind unverdient beschenkt worden, in die Hoffnung hinein genommen worden zu sein, die Gott Seinem Volk verheißen hat (Eph. 2, 12-19).

Das Verhältnis von Christen zu Juden war viele Jahrhunderte negativ geprägt – vor allem auch, weil theologische Wahrheiten bezüglich Gottes guten Absichten mit den Juden in den ersten Jahrhunderten nach Christus nicht genügend in der Christlichen Theologie der Kirchenväter erkannt und gelehrt wurden.

In der modernen Zeit entwickelten sich parallel zum Zionismus (den Bestrebungen, den jüdischen Staat neu zu etablieren) und der Gründung Israels neue theologische Theorien, welche Gottes Absichten mit Israel und unser Verhältnis als Christen zu Israel definierten.

Leider haben sich viele dieser Theorien aus einem Endzeit-Phanatismus heraus entwickelt, der unter Christen anfänglich zwar beliebt, aber theologisch falsch war und den Test der Zeit offensichtlich nicht bestanden hat. Obwohl man viele Vorstellungen dieser Endzeittheorien inzwischen aufgegeben hat, bestehen zwar gut gemeinte, aber nicht der Wahrheit entsprechende Theorien bezüglich des Christlichen Auftrages gegenüber Israel weiter und führen zu modernen Glaubenstheorien und Gebetspraxen, welche Gottes Absichten mit Israel schaden.



Eifer für Israel, der zwar gut gemeint ist, aber nicht der Wahrheit entspricht, schadet sowohl Christen und Juden und mangelt daran, Gott zu ehren (Röm. 10, 2).

Deshalb wollen wir uns in dem Seminar „Christen und Israel – unser Auftrag im 21. Jahrhundert“ den Hinweisen aus dem Neuen Testament widmen, um aufgrund Biblisch fundierter Erkenntnis unsere Beziehung und unseren Auftrag zu Israel neu zu entdecken.

In einer angenehmen Atmosphäre des Respekts wollen wir uns auch kontroversen Themen widmen, wie zum Beispiel: „Hat die Gemeinde den Platz Israels eingenommen?“; „Empfangen Nicht-Gläubige Juden den Segen Abrahams?“; „Sollte ein Christ beim ‚Marsch des Lebens’ mitmachen?“.

Der Sprecher Dr. Dierk Müller wird anhand einer Christus-zentrierten Theologie erläutern, dass Liebe für das Jüdische Volk ein klarer Auftrag für Christen ist, diese Liebe aber vor allem evangelistischer Natur sein sollte und dass einige theologische Konzepte, wie zum Beispiel der „stellvertretenden Buße für Verbrechen an Juden“ oder einseitige politische Parteinahme mit dem Staat Israel weder theologisch vertretbar sind, noch dem jüdischen Volk wirklich helfen.

Das Seminar soll dazu dienen, unseren Horizont für verschiedene Sichtweisen bezüglich des Verhältnisses Christen-Juden zu entdecken. Dabei erwarten wir nicht, dass nach einem Abend alle Teilnehmer der gleichen Meinung sein werden, sondern wir streben danach, uns in Christlicher Nächstenliebe zu begegnen und auch bei Meinungsverschiedenheiten auf eine liebevolle Art und Weise unterschiedliche Sichtweisen zu diskutieren.

- Seminarsprecher

Seminarsprecher ist Dierk Müller.

Dierk Müller wurde mit 21 Jahren Christ, als er in Südafrika anfing, die Bibel zu lesen. Dierk studierte Theologie in Kansas City (USA) und graduierte vom Midwestern Baptist Theological Seminary mit einem Master in Biblischen Sprachen. Seine Doktorarbeit (PhD University of Pretoria) beinhaltete eine Untersuchung über Militärsprache im Philipperbrief.

Zeit: Das Seminar findet am Dienstag, den 29. Mai 2018 um 19.30 Uhr statt.

Kosten: Der Seminarabend ist kostenlos.

Anmeldung: Schriftliche Anmeldung erfolgt bis spätestens 28. Mai 2018 S hier.
Ort des Seminars: Healing Rooms Dresden, Großenhainerstraße 86a, 01127 Dresden

29. Mai 2018
29. Mai 2018
 
 
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